Projekte

Produktion eines deutsch-russischen Musikfilms
in Izmir/Türkei

vom 28.10. bis 5.11.2023

„Frieden ist möglich!“

Im Osten Europas und im Nahen Osten steht die Welt in Flammen. Leid und Elend bestimmen das tägliche Leben von vielen Millionen Menschen. Kann man als einfacher Bürger, als kleiner Verein diesem monströsen Geschehen etwas entgegensetzen? Oder ist das sinnlos? 
„Es ist besser, ein einziges kleines Licht zu entzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“ (Konfuzius) 
Unser Hoffnungslicht ist die friedliche und vertrauensvolle Begegnung von deutschen und russischen Jugendlichen auf der Basis von Musik und Kultur. Unter schwierigen äußeren Bedingungen haben wir, eine Gruppe von 27 Teilnehmern, uns in der Türkei getroffen, um einen gemeinsamen Musikfilm, eine ost-westliche Romeo – Juliette – Story zu filmen. 

Am Samstagabend, am 28.10., trafen sich die beiden Jugendgruppen, das Ensemble MIR nach einem Flug aus Basel und das Jugendtheater PREMIER nach einem Flug aus Moskau in dem zentral gelegenen Low-Budget Hotel Punta Vista in Izmir. Obwohl sich nur einige Jugendliche von früheren Projekten her kannten, war die Begrüßung sehr herzlich und innig. Das Hotel stand den beiden Gruppen als Ganzes zur Verfügung. Das heißt, es war möglich, das Foyer als Probenort für den Chorgesang und zum Tanzen zu nutzen. Ebenso fanden dort intensive und sehr emotionale Gesprächsrunden statt.

Die Unterstützung in der Türkei war unfassbar grandios. Schon im Vorfeld der Begegnung gab es Kontakte zu Rotary Clubs aus Izmir und dem Peace Commitee des rotarischen Distriktes 2440. In vielen deutsch-türkisch-russischen WhatsApp Posts und Zoom-Meetings kristallisierten sich die Gestaltung des Izmir-Aufenthaltes und die Planung der Filmproduktion heraus. Vor allem die ortskundigen und sehr gut vernetzen Rotary Mitglieder Emre Kaynak und Nevin Can schlugen die schönsten und geeignetsten Drehorte vor und sorgten für die privaten und behördlichen Drehgenehmigungen. Durch diese Hilfe konnten Szenen des Filmes in einer historischen Karawanserei, im quirligen Bazar, an einem traumhaften Felsenort am Meer, im zentralen Bahnhof und auf dem Gelände einer alten Gasfabrik gedreht werden. 

Das Kriegsgeschehen im Nahen Osten tangierte auch die Dreharbeiten: Genehmigungen, die im Vorfeld zugesagt waren, wurden kurzfristig gecancelt und es musste improvisiert werden. Zum Beispiel war es nicht möglich, trotz sehr guter Kontakte zum Sicherheitschef eine Abschiedsszene auf dem Flughafen zu drehen und eine Tagesbootsfahrt auf eine nahgelegene Insel wurde vom türkischen Militär verboten. Aber Emre Kaynak fand immer eine Alternative, die sogar aus filmisch-dramaturgischer Sicht letztlich noch besser als der ursprüngliche Plan war.

Ein typischer Tagesablauf dieser 10 Tage war folgender: nach einem gemeinsamen Frühstück im Foyer wurden alle Tische und Stühle für Stimmübungen und Chorgesang beiseite geräumt. Anschließend wurde die Tanz-Choreografie geübt. Nach diesen anderthalb Stunden begaben sich alle zu Fuß durch Izmir zu den täglich verschiedenen Drehorten. Andrey Korjakov, der Regisseur des Twerer Theaters erklärte die zu filmende Szene und wies alle Akteure ein. Anschließend trat der junge professionelle Moskauer Kameramann Dmitrii Ilichev in Aktion. Mit seiner Handkamera vollführte er die virtuosesten Bewegungen. Wenn die Schauspieler tanzen, sah es aus, als ob Dmitrii dazu einen eigenen Tanz aufführte. Der späte Nachmittag und Abend standen zur Verfügung, um Izmir zu erkunden und das türkische Abendessen zu genießen.

Die türkische Bevölkerung sah neugierig und staunend den Filmaufnahmen zu. Häufig ergaben sich Gespräche mit durchweg positiven und zustimmenden Rückmeldungen über das Friedensprojekt. Mitarbeiter einer Veteranenorganisation zum Beispiel waren so begeistert von dem Projekt, dass sie Getränke und Süßigkeiten an das Filmensemble verteilten und sich mit allen Akteuren fotografieren lassen wollten. Bei der Aufnahme der Abschiedsszene von Romeo und Julia im Bahnhof weinten auf den Zug Wartende Unbeteiligte aus Ergriffenheit mit.

In einem zweiten Videostrang wurden die Geschehnisse rund um die Filmaufnahmen und die Erlebnisse in Izmir dokumentarisch aufgenommen. Da kam neben vielen Handyaufnahmen auch eine Drohne zum Einsatz. Die Aufnahmen „hinter den Kulissen“ zeigen nochmal aus den verschiedenen Blickwinkeln wie die Teilnehmer diese Begegnung wahrgenommen haben.

Parallel zu den deutsch-russischen Filmaufnahmen veranstaltete der türkische Rotary Distrikt 2440 an drei Tagen ein Interkulturelles Peace Camp mit internationalen jugendlichen Teilnehmern, z.B. aus Pakistan, Usbekistan, Israel, Malaysia, USA, Türkei u.a. Eine Szene des Filmes ist ein Konzert, zu dem diese Teilnehmer des Peace Camps eingeladen waren. Es war eine unglaubliche Atmosphäre. Zum Schluss tanzten die Jugendlichen aus allen Ländern ausgelassen zu den Klängen eines Disk-Jockeys.

Am nächsten Tag trafen sich wieder alle zusammen, auch das deutsch-russische Ensemble im Peace Camp zu einem Workshop, in dem die gewaltfreie Lösung von internationalen Konfliktszenarien geübt und besprochen wurden. Alle Teilnehmer wurden mit einem Diplom ausgezeichnet. 

Am Abend fand anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Staatsgründung der Türkei ein festliches rotarisches Konzert im Ahmed Adnan Saygun Art Center statt. Das deutsch-russische Ensemble und die internationalen Teilnehmer des Peace Camp waren alle eingeladen. Die bekannte türkische Sängerin Serenad Bağcan sang zusammen mit dem Philharmonischen Orchester bekannte türkische Lieder. Bei vielen Liedern sang das Publikum voll Begeisterung mit. Alle internationalen Gäste konnten durch diesen wunderbaren Eindruck tief in die türkische Kultur eintauchen.

In einigen Wochen ist Weihnachten – für viele Menschen Weihnachten in Krieg und Elend. Die Engel sprachen zu den Hirten: „Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind.“ Wille bedeutet für das Projekt „Musik für den Frieden“, dass etwas getan werden muss, um Frieden zu erreichen. Frieden tritt nicht ein, wenn man auf dem Sofa sitzen bleibt und nörgelt. Jeder kann seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten nach etwas für den Frieden tun. Dazu möchte „Musik für den Frieden“ inspirieren.

Jubiläumsfeier beim Deutsch-Russischen Forum 

Berlin am 20.3.2023

Nicht nur über Frieden reden – Frieden leben!
„Musik für den Frieden“ war eingeladen, das 30jährige Jubiläum des Deutsch-Russischen Forums (DRF) musikalisch zu umrahmen. Die Jubiläums Veranstaltung fand am 20. März 2023 in Berlin statt. Die Feier stand unter dem Thema „Zeitenwende für Frieden? – Was kann Bürgerengagement jetzt leisten?“ Als Festredner sprachen Daniela Dahn, Schriftstellerin und Publizistin, und Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler und Politiker. Der Verein „Musik für den Frieden e.V.“ ist Mitglied im Deutsch-Russischen Forum und war als solcher Teil des zivilgesellschaftlichen Engagements, um welches es in der Fragestellung ging.

Unterstützt wurde die Begegnung von der "Stiftung West-Östlicher Begegnungen" und vom "Deutsch-Russischen Forum". Da die Veranstaltung an einem Montag während der Schulzeit stattfand, konnte das Ensemble MIR nur in einer kleinen studentischen Besetzung ohne Schüler auftreten. Der Geschäftsführer des DRF Martin Hoffmann bestand darauf, dass auch unsere russischen Partner, Mitglieder vom Jugendtheater „Premier“ aus Twer, an diesem Jubiläum teilnehmen. Das war nicht einfach zu bewerkstelligen, aber nach einigen Gesprächen doch zu realisieren. So standen auf der Bühne deutsche und russische Sängerinnen und Sänger und zeigten dem Auditorium, dass trotz enormer politischer Spannungen eine friedliche Zusammenarbeit im kleinen zivilgesellschaftlichen Rahmen möglich ist. 

Aber nicht nur im feierlichen Rahmen dieses Jubiläums konnte gemeinsam Frieden gelebt werden. Es gab lange zuvor viele Online-Kontakte, in denen musikalisch und organisatorisch der deutsch-russische Jugendaustausch vorbereitet wurde. Während des einwöchigen Aufenthaltes in Berlin standen auch Sehenswürdigkeiten, eine Varietéaufführung im Friedrichspalast und ein Tag in Potsdam auf dem Programm, ebenso ein unvergesslicher Abend im Leydicke, der drittältesten Kneipe Berlins, in Schöneberg. 

Die Begegnung wurde auch dazu benutzt, Pläne für weitere Projekte zu schmieden. So soll im Sommer/Herbst eine multimediale Konzertreihe anlässlich des 60. Jahrestages der Rede von Martin Luther King „I have a dream“ mit Musik aus dieser Zeit stattfinden. Wie kann der Impuls von Martin Luther King von uns in der heutigen Situation aufgegriffen werden? Wie kann der Traum von einem friedlichen Europa heute gelebt werden? 

In den Herbstferien ist eine persönliche Begegnung der beiden Ensembles in der Türkei geplant. Beide Ensembles können dort nach jetziger Lage der Dinge visafrei einreisen. Vor Ort werden Szenen für das neue Musikvideo-Projekt gedreht. Für den Sommer 2024 gibt es Überlegungen für eine große musikalische Friedenskarawane von Freiburg nach St. Petersburg.

Konzerte in Freiburg und in Heidelberg

12. November in Freiburg 
13. November in Heidelberg

Wir waren in Freiburg in der Kreuzkirche und in Heidelberg in der Providenzkirche zu Gast und haben dort zwei weitere gut besuchte Preisträgerkonzerte gegeben. 
In Heidelberg hatten wir Verstärkung durch den Studierendenchor Heidelberg, das war wunderbar! Und wir werden das sicher wiederholen!!!

Ein herzliches Dankeschön geht an die evangelischen Kirchen in Freiburg und Heidelberg, die uns mit Werbung, Organisation und vor allem mit ihren wunderbaren Räumlichkeiten sehr unterstützt haben!!!

Verleihung Göttinger Friedenspreis 2022 in Berlin

Konzert am 11. September 2022
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin

In unserem Konzert in der Gedächtniskirche wurde uns der Göttinger Friedenspreis der Stiftung Dr. Roland Röhl verliehen. Die Verleihung haben der  Stiftungsvorstand Hans-Jörg Röhl und der Kuratoriumsvorsitzende
Prof. Dr. Götz Neuneck vorgenommen. Das war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis! Unsere Partner aus Twer konnten an dem Konzert und der Verleihung teilnehmen, ein besonderes Zeichen für den Frieden in diesen konfliktreichen Zeiten mitten in Berlin!

Stellvertretend für die Ensembles wurden Andrey Korjakov - Direktor des 
"Teatr Premier" aus Twer und Ulrike und Thomas Vogt für das "Ensemble MIR" ausgezeichnet. Am Konzert haben junge Menschen aus Südbaden zwischen Freiburg und Basel und aus Twer mitgewirkt. Einige Besucher haben einen weiten Weg aus allen Teilen Deutschlands auf sich genommen, um bei dem besonderen Ereignis dabei sein zu können.

Wir danken den Rotary Distrikten 1930 und 1940, dem Rotary Club Müllheim-Badenweiler, dem Rotary Club Berlin Platz der Republik sowie Rotaract Berlin International für die großartige Unterstützung.

Benefizkonzert

Konzert am 15. Mai 2022
Martinskirche in Müllheim

Das gut besuchte Konzert in der Martinskirche war ein voller Erfolg und ein toller Start für das neu gegründete 
Ensemble Mir! Wir haben eine schöne Spendensumme für Organisationen hier vor Ort, die sich um die Notleidenden des Krieges in der Ukraine kümmern, zusammen bekommen. 

Das Geld geben wir weiter an die TAFEL MARKGRÄFLERLAND, GENERATIONEN NETZ MÜLLHEIM und an das Hilfswerk des ROTARY CLUB MÜLLHEIM-BADENWEILER.

Als Gäste konnten wir Dr. Christoph Hoffmann, Mitglied des Bundestages und Repräsentanten der Hilfsorganisationen sowie der Markgräfler Sparkasse, die unser Konzert großzügig unterstützt hat, begrüßen. 

Ein besonderer Dank geht an die Mitglieder des Rotary Club Müllheim-Badenweiler für Organisation und Durchführung des anschließenden Umtrunks und die große Unterstützung für Equipment und Durchführung unserer Projekte!

Du bist stärker als
Dein Schatten - 2/2022

Musik für den Frieden - DU BIST STÄRKER ALS DEIN SCHATTEN! ist die neueste Produktion des Deutsch-Russischen Jugendaustauschprojektes "Musik für den Frieden" 
Der Musik-Kurzfilm thematisiert die Schattenseiten des menschlichen Daseins wie Mobbing, Bestechung, Diebstahl und den möglichen Umgang damit. Es ist das 3. Onlinevideo unter Pandemiebedingungen. Der Videopart wurde in Russland mit 40 Schauspielern aufgenommen und produziert, der unterlegte Song, komponiert von Andrey Korjakov, wurde in Deutschland mit 35 jungen Musikern aufgenommen und produziert. Angesichts der angespannten Lage in der Ukraine tut es Not, auf allen Ebenen für eine gewaltfreie Lösung des Konfliktes einen Beitrag zu leisten.

Wolga trifft Rhein 1/2021

Eigentlich sollten in Moskau und Berlin im Oktober 2020 gemeinsame Konzerte der beiden Ensembles Musical-Company LMG und Theater „Premier“ stattfinden. Durch Corona musste die Zusammenarbeit wieder in den digitalen Raum verlegt werden. Das Video zeigt die unbeschwerten Lebensäußerungen der Jugendlichen an beiden Flüssen, die sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Die Botschaft: wir wollen in Frieden leben! 

 

 

Heal the world 5/2020

Im März 2019 wurden unsere Planungen durch die Corona-Pandemie durchkreuzt. Also beschlossen wir, den Keim unserer gemeinsamen Arbeit weiter zu pflegen und verlagerten unsere Aktivitäten ins Internet. Dabei entstand das erste Videoprojekt "Heal the World".

 

Gegenbesuch 10/2019

Im Oktober 2019 kamen unsere Freunde aus Twer zu uns. Wir zeigten ihnen unsere schöne Region und gaben gemeinsam 4 Konzerte in Basel, Rheinfelden, Freiburg und Badenweiler.

 

 

In Russland 9/2019

Im September 2019 sind wir mit unserer Company nach Russland gereist. Die Partnercompany aus Twer hat uns sehr herzlich empfangen und unsere Schüler bei sich zu Hause aufgenommen. Neben der Erarbeitung des gemeinsamen Bühnenprogramms haben die Freunde aus Twer uns ihre Stadt und Moskau gezeigt. Die Konzerte in Moskau und Twer haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

 

Musical-Company-LMG

Querschnitt unserer Arbeit von 2004 bis 2019

Die Musical-Company des Lise-Meitner-Gymnasiums Grenzach-Wyhlen hat unter Leitung von Thomas und Ulrike Vogt 6 Musicals auf die Bühne gebracht.
Ein kurzes Video zeigt einen Querschnitt der Arbeit.

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